Hoffnung

Nichts – Teil 3

Aus Dunkelheit wurde Licht.
Meine Glieder, sie schmerzten,
voller Dankbarkeit, nahm ich es an, das Elend.

Stimmen erklangen,
wie Musik, eine war besonders.
Wunderschön, sanft und ganz nah.

Eine Hand auf der meinen,
ich erkannte dieses Gefühl.
Dies war die Hand, die mich so oft gehalten hatte.

Der Sturm vorbei,
das Nichts im Wandel der Zeit.
Auf in eine bessere Ära.

Liebe, die mich traf
überlagerte jeglichen Schmerz.
Liebe, die ich gab, löschte all mein Elend aus.

Verschwommen meine Sicht,
die allmählich zu mir zurückkehrte,
sie kam tröpfelnd, wie sanfter Regen.

Die Augen, in die ich blickte,
das Gesicht, das ich nun vor mir sah,
mir war es, als kannte ich es,
als hätte ich diesen Moment bereits erlebt.

Tränen liefen über das Gesicht,
wie damals, ganz genau wie damals.
Dieser Erinnerung mein ganzes Leben beraubt,
wusste ich jetzt genau, ich hatte sie bereits erlebt.

„Mein Kind“, sagte sie.
„Mama“, wollte ich sagen, doch meine Stimme war noch nicht bereit.
„Mein Schatz, ich wusste Du schaffst es“,
„Mama, ich liebe Dich“, waren die Worte,
die meine Lippen stumm formten.

Alles auf Anfang.
Nicht ein neues Leben, sondern meins.
Dennoch beginnt es neu, schwach und klein.
Die Szene fast gleich, voller Hoffnung.

Das Licht, das stärker war als die Dunkelheit.
Errettet aus dem Meer des Nichts.
Es war die Hoffnung, die überwog,
denn zu allerletzt starb sie nicht.

Zeichen

Ein Kuss: Das ultimative Zeichen der Liebe, sinnlich, tröstend, sanft, fordernd. Ein Kuss kann alles sein. Ein Kuss kann alles retten. Einen Moment, einen Tag, sogar ein ganzes Leben.

Die Umarmung: Solch eine Umarmung, die für einen Moment, alles für uns tut. So als gäbe es nur uns beide.

Sicherheit: Ich bin immer bei Dir. Ich lasse nicht von Dir ab, auch wenn die ganze Welt von Dir ablässt.

Sehnsucht: Wenn Du nicht bei mir bist, fehlst Du mir. Wie könnte ich ohne Dich glücklich sein?

Vergebung: Ich verzeihe Dir, auch wenn Du mich verletzt.

Gewissheit: Ich weiß, dass Du mich liebst, wie ich Dich liebe.

Schmerz: Was Dir wehtut, verletzt auch mich. Sogar wenn ich es bin, die Dir weh tut.

Freundschaft: Du bist mein bester Freund, mein Partner, meine Liebe.

Hoffnung: Du bist meine Hoffnung, an Dich vergebe ich sie einzig und allein, jeden meiner Wünsche.

Stärke: Du machst mich stark, viel stärker, als ich je dachte, sein zu können.

In einem Raum voller Menschen sehe ich nur Dich.
Du bist der, den ich will.
Du bist mein magischer Augenblick,
an den ich nie geglaubt habe,
bis Du kamst, in all Deiner Schönheit.

Du bist alles für mich.
Du weißt, dass Du es bist.
Du glaubst nicht nur.
Du weißt.
Du kennst die Zeichen.

“Die Liebe verrät sich durch untrügliche Zeichen.“
-Voltaire-

Is having too much hope considered a serious handicap?

Do you know these situations when people say, „You better not have too much hope.“?
While this advice is mostly meant well-intentioned, almost protective, it surely is one of the most ridiculous things I’ve heard. Ever!
Why? I’ve to ask: Why should this even be considered a good advice? Or an advice at all?

It’s supposed to make it easier, if there’s the great disappointment waiting for you right around the corner. I tell you, it never does make anything better or easier.
Whether the hope was great before, or you were pessimistic and actually only expecting the big disaster already. Yes, that is painful, crushing. Still, it was certainly not the hope that left you disappointed in the end: It was the disappointment!

In times when only hope is the kryptonite that gets you going every day, the only reason you can still look at yourself in the mirror, without melting down.
When hope is the only constant that remains, yes, where exactly does that advice fit in then?

In this situation where I am, where we are, I have heard this nonsense more than a hundred times. I’m not so blinded to recognize good intentions behind that. Nevertheless, this statement is something that really makes me mad. I’d love to get angry, scream, rage and surely hit my head against the wall for several times.
I don’t, I just lie and say: „Yes, I know.“
The reality is: No, I don’t know. Not at all: I know better. Why shouldn’t others, the others that have hope, feel the same way I do?

I do read much more into that chosen „advice“:
You do not realize how essential this hope, which in your opinion should not be too great, is. How people survive on that. Why would you want to prune it then? Who would benefit from that?
It also makes me doubt whether you realize or not – that this is not a question of „having“ or „not having“ hope. How should hope be reduced, in regards to that thing, that great thing that defines ourselves? Is there an anti-hope agent I’ve never heard of before?

Certainly, it is no longer, and no less, one of the well-intentioned phrases that the world does not need. Nevertheless, it certainly conceals good intentions.
„Well meant“ is not „good“ but a halfhearted attempt. And nothing but that.
Perhaps it is this kind of advice that is pulled out of the pocket to let the others know they doubt this hope – even as that is not of interest to me at all. Who doubts and why, is not even a factor. In fact, it couldn’t be more insignificant.

I am clearly not here, to speak up for the sake of reality and the delusion of any decision, task, or even life challenges. I’m sad to realize, that I’m not going to ride on that unicorn to wonderland, like never. I’m also not going to receive that check that would make me a billionaire overnight, by an unknown sender. Not going to happen. Too bad, right?

That the way is long and hard, the fear is often great and shaking us. All while
knowing our miracle isn’t going to happen by tomorrow.
It’s still going to happen.

The property ”hope” can never be too great. As you already know, it dies last.
So, stop trying to keep it small! Stop it already!

For all those who cannot resist giving this „well-intentioned advice“ I’ve this in store:
„Why don’t you try having more of that, your down written hope? Do you need my help to get that handicap fixed?“.

Picture by: Singa

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Source: http://piqs.de

Ist zu viel Hoffnung ein ernsthaftes Handicap?

Kennt Ihr das, wenn Leute sagen: „Mache Dir lieber nicht zu große Hoffnungen!“?
Ist dieser Ratschlag wohl nur gut gemeint, beinahe beschützend, so ist er doch mitunter das Blödeste, das mir jemals gesagt wurde. Warum? Ich frage: „Warum sollte das ein guter Rat sein?“

Vermeintlich macht es das einfacher, sollte am Ende doch eine Enttäuschung auf Dich warten. Tut es aber nicht! Ob die Hoffnung vorher groß war oder ob du pessimistisch warst, eigentlich nur das Unheil erwartet hast oder nicht. Ja, das ist schmerzhaft, niederschmetternd. Dennoch war es sicherlich nicht die Hoffnung, die Dich am Ende enttäuscht zurückließ: Es war die Enttäuschung!

In Zeiten, in denen nur die Hoffnung ausmacht, ob du morgens aufstehst, Dich im Spiegel ansehen kannst. Wenn die Hoffnung das Einzige ist, das bleibt, wo genau passt in solchen Situationen dieser Ratschlag hinein?

Ich selbst habe diesen Schwachsinn mehr als hundertmal gehört. Ich bin nicht so verblendet, die gute Absicht dahinter zu verkennen. Dennoch ist diese Aussage etwas, das mich wirklich rasend macht. Ich würde gerne wütend werden, schreien, toben und ganz sicher meinen Kopf mehrmals gegen die Wand schlagen. Tue ich aber nicht, ich sitze da und sage: „Ja, ich weiß“, obwohl ich es eigentlich überhaupt nicht weiß. Ich weiß es besser! Warum also sollte es anderen nicht genauso ergehen? Denjenigen, die Hoffnung haben?

Ich lese viel mehr hinein in diesen auserwählten „Ratschlag“:
Euch ist nicht bewusst, wie essentiell diese Hoffnung, die, Eurer Meinung nach, nicht zu groß sein sollte, ist. Wie überlebensnotwendig. Warum würdet Ihr sie sonst beschneiden wollen? Wer tut so etwas? Auch lässt es mich daran zweifeln, ob Euch klar ist, dass dies keine Frage von Hoffnung „haben“ oder „nicht haben“ ist. Wie sollte man seine Hoffnung auf etwas so Bedeutendes reduzieren? Gibt es ein Mittel gegen Hoffnung, von dem ich noch nicht gehört habe?

Ganz sicher, handelt es sich hier nicht mehr und nicht weniger um eine der gut gemeinten Phrasen, die die Welt nicht braucht. Dennoch verbergen sich in ihr sicher gute Intentionen. „Gut gemeint“ ist eben nicht „gut“, sondern ein halbherziger Versuch. Weiter nichts.
Möglicherweise ist es auch diese Art von Rat, der gegeben wird, um das Gegenüber wissen zu lassen, dass man an seinem Vorhaben zweifelt – auch wenn das für mich überhaupt nicht von Interesse ist, wer da zweifelt und warum. Könnte es mir doch nicht gleichgültiger sein.

Ich spreche mich hier nicht dafür aus, realitätsfern und im Wahn, an jegliche Entscheidung, Aufgabe oder auch Lebensaufgabe, heran zu gehen.
Zu meinem Bedauern werde ich wohl niemals auf einem Einhorn ins Wunderland reiten. Ganz bestimmt erreicht mich ebenso wenig der Scheck eines unbekannten Gönners, der mich zum Milliardär macht. Schade eigentlich, oder?
Dass der Weg lang und schwer ist, uns die Angst manchmal gnadenlos durchschüttelt und dieses eine, unser Wunder, nicht über Nacht geschehen wird. Ja, das haben wir doch wahrhaftig selbst begriffen.

Das Gut „Hoffnung“ kann niemals zu groß sein. Nicht umsonst stirbt sie zu allerletzt.
Hört also endlich auf, sie klein halten zu wollen! Jetzt sofort!
Für all diejenigen, die nicht umhinkommen, um diesen Ratschlag, habe ich auch einen:
„Bitte, mache Du Dir doch `mal Hoffnung. Soll ich Dir gar dabei helfen, dieses Handicap, der abgeschriebenen Hoffnung, loszuwerden?“

 

Bild
Fotograf: Singa
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Quelle: http://piqs.de