Blog ’n‘ Stories

Love is that easy

Someone once told me, „Real love can be so easy“ and I thought ‘ if it’s easy, it’s not real’.
I did not understand what he meant when he said:
„True love is what’s  worth fighting for“,
but why to fight, if it’s so easy?

No matter how I turned it and turned it, it did not seem to fit together.
The dramatic love story, going to be easy?
A fight for something, that is so down-to-earth?
There was probably a difference between „true“ and „real” love, I thought.

„Love is easy, hate is hard,“ I read somewhere.
Truly, hate was exhausting and wild.
Not desirable. Simple love, on the other hand, or just love, was, what everyone wants.
I knew one thing for sure: I could not find it.
It had to find me for sure.

For a brief moment, I thought I was found. „Simple Love“, it was pleasant, like a cool
breeze, on a hot summer day. I wanted to keep it close.
Until I did not want it anymore, the friendship that was not Love at all.

On our day, the day of „true, real and simple love“,
I did not know what was waiting for me. Didn’t look for it.
My instincts, far from acceptable. I was unable to find anything, for sure.

But there he stood, my love. The truth.
The love worth fighting for.
Easy, because loving him, is easy as breathing.
A fight, so much bigger than myself, than us.
The certainty, that our love will always be greater.
A force. Simple, easy as breathing. Worth fighting.

Dass Liebe so einfach ist

Einst sagte mir jemand: „Echte Liebe kann so einfach sein“ und ich dachte: ‚Wenn es einfach ist, ist es nicht echt.´
Ich verstand nicht, was er meinte, als er sagte:
„Wahre Liebe ist das, wofür es sich zu kämpfen lohnt“,
hatte er nicht soeben davon gesprochen, wie einfach die Liebe wäre?

Egal, wie ich es drehte und wendete, es wollte nicht zusammenpassen.
Die dramatische Liebesgeschichte, einfach?
Ein Kampf, für etwas, dass so bodenständig und echt ist?
Dort lag wohl ein Unterschied, zwischen „echter“ und „wahrer“ Liebe.

„Liebe ist einfach, Hass ist schwer“, las ich irgendwo.
Wahrhaftig, Hass war anstrengend und wild.
Nicht erstrebenswert. „Einfache Liebe“ hingegen oder einfach Liebe, das, was ein Jeder sich wünscht.
Eines wusste ich ganz sicher: Ich konnte sie nicht finden.
Sie musste mich finden.

Einen kurzen Moment lang dachte ich, ich hätte sie,
„die einfache Liebe“, sie war angenehm, wie eine kühle
Brise, an einem heißen Sommertag. Ich wollte sie festhalten.
Bis ich sie nicht mehr wollte, die Freundschaft, die keine Liebe war.

An meinem Tag, der „echten, wahren und einfachen Liebe“,
wusste ich nicht, was auf mich wartete. Hatte nicht gesucht.
Meine Instinkte, Spürsinn, weit entfernt von akzeptabel.

Doch dort stand sie, meine Liebe. Die Wahre.
Jene, für die es sich zu kämpfen lohnt.
Die einfach ist, weil so zu lieben, wie atmen ist.
Ein Kampf, soviel größer, als ich selbst.
Gewissheit, dass die Liebe immer größer sein wird.
Eine Macht. Einfach wie atmen, und jeden Kampf wert.

Last word

„I have the last word“,
„Do not always talk back to me“,
„Who laughs last, laughs best“.

The damn last word,
incomprehensible, which is why it is so special.
Nevertheless, I would like to have it. My statement counts, everything that comes afterward
is just sound and smoke. The last, very last word.
Mine.

Talking back, not only an issue with kids.
At least they are still very unvarnished, honest.
When we grow older, it comes less like “out of a gun”, but
more „behind the back of the other, as soon as he left the room, we get our knife ready“.
No objection! Absolutely none at all!

The last laugh, this best, most beautiful laugh.
Beaming with joy, looking for revenge. Is this
but clearly the reason for our laughter: the one who fooled us first,
is the one being fooled in the end. So much fun! Simply the very best, last laugh.

How about first words then?
The first step in every conversation.
Not important, because it is the first and not the last word?

What to do if the talking back is: „but of course, I love you!“
The assurance to our beloved, that our feelings have not changed.
They are not going to change. No matter the crazy thoughts our partner has for a second.

How good would be the first and last laugh, if no one laughs about on another or that successful revenge? Wouldn’t that be a reason to laugh first, last and in between?

Acrylic on paper, 45×60 cms,©JJBUETTNER

 

Letztes Wort

„Ich habe das letzte Wort“,
„Gib nicht immer Widerwort!“,
„Wer zuletzt lacht, lacht am besten“.

Das verdammte letzte Wort,
unverständlich, weshalb es so besonders ist.
Dennoch möchte ich es gerne haben.
Meine Aussage zählt, alles was danach kommt,
ist Schall und Rauch. Das letzte, allerletzte Wort.
Meines.

Widerwort, nicht nur aus Kindermund.
Zumindest, aber hier noch sehr ungeschönt ehrlich.
Kommt es, wenn wir groß sind, weniger wie „aus der Pistole geschossen“,
mehr „hinter dem Rücken des anderen, sobald er den Raum verlassen hat, zücken wir das Messer“. Kein Widerwort! Absolut überhaupt keines!

Das letzte Lachen, dieses beste, schönste Lachen.
Freudestrahlend, suchend nach Rache. Ist das
doch ganz klar der Grund für unser Lachen: Derjenige, der uns zuerst zum Narren hielt,
den Lachen wir nun aus. Ein riesen Spaß! Ganz einfach das allerbeste, letzte Lachen.

Wohin dann aber mit dem ersten Wort?
Der erste Schritt in jeder Unterhaltung.
Unwichtig, weil es das erste und nicht das letzte Wort ist?

Was tun, wenn das Widerwort lautet „aber natürlich, ich liebe Dich!“
Die Versicherung an unseren Geliebten, dass sich unsere Gefühle nicht geändert haben.
Sie sich nicht ändern werden. Egal, wie verrückt unser Partner gerade spielt.

Wie gut wäre das erste und letzte Lachen, wenn niemand den anderen auslacht und gelungene Rache kein Grund wäre, sich zu freuen?

Acryl auf Papier, 45×60 cm,©JJBUETTNER

Forgiveness

It is liberating, forgiveness.
Who is able to forgive is great.
It makes us strong, able to stand up with our chin high.
As children, we learn that forgiveness is good.
Nobody wants to be resentful.
Apologize and you will be forgiven.

But what if not?
The acceptance of our apology denied,
the damage is too big, the pain too deep.

Where is the mediator, our impartial helper,
Mom, dad or big sister, who say
„Look, he did not mean to hurt you“?

What will happen if forgiveness does not make us free?
Will those, who have not been forgiven, be prisoners forever?
So often, we are unforgiving against ourselves.
Do not let go, refuse to accept the mistakes made by us.

We act like we are our own enemy, least helpful
Counselor, and for sure so happy, to be bathing in our guilt.
All this pain, we gained on our own.

Couldn’t we just be our own friend, and if not,
at least a fair consultant?
A brother, a sister.
Just for a second, someone that loves us with all their heart.

Vergebung

Befreiend ist sie, die Vergebung.
Wer vergeben kann, ist groß.
Sie macht uns stark, lässt uns aufrecht stehen.

Als Kinder lernen wir, dass Verzeihen gut ist.
Nachtragend möchte keiner sein.
Entschuldige Dich, und Dir wird vergeben.

Was aber, wenn nicht?
Die Annahme unserer Entschuldigung verweigert,
zu groß der Schaden, der Schmerz zu tief.

Wo ist der Vermittler, unser unparteiischer Helfer,
Mama, Papa oder große Schwester, die sagen:
„Schau mal, das hat er nicht so gemeint“?

Wie geht es weiter, wenn Vergebung nicht frei macht?
Bleiben jene, denen nicht verziehen wurde, für immer
gefangen?

Viel schlimmer, denn so oft sind wir es selbst,
dem wir nicht vergeben können.
Nicht loslassen, nicht verzeihen wollen.

Sind unser Feind, am wenigsten hilfreichster
Berater, und baden allzu gerne in der Schuld,
dem Schmerz, den wir zu verantworten haben.

Könnten wir nur unser eigener Freund sein und wenn nicht,
zumindest ein fairer Berater. Ein Bruder, eine Schwester.
Einer, der uns von ganzem Herzen liebt.

Human pain

They die, the birds, after their last trip to the south.
Some cannot make it. Too hard the flight.
The wind takes them with it. Where are they going, they already know the sky, so do they know heaven?

They fall, the leaves. Their lifetime so short, the blooming
vanished. They die, the leaves. The tree lets go off them.
The earth they fall upon is what will remain of them.

They don’t want to let go of people, these humans. You know, they will have no choice.
The thought of one’s own death, the healthy, the sick, all are tormented by that the same.
This last path, the young, the old, the rich and the poor, is what they are all concerned about.

They hope for a life after death, pray that this right here wasn’t all they can expect.
For sure, they don’t want to be done with life. Their existence becomes a nightmare, scourging themselves with the only question: “When?”

They complain when it hits their loved ones, they scream and rage. Almost never is there enough time. How could it be enough, as they want to love, be loved, even more? The human suffering, the end of their life, unimaginable and incomprehensible.
While they should not fill their lives with this, how can they do anything other than being scared of the one thing, they can never control?
They just have so much to lose. All while being so aware of exactly that.

Menschenleid

Sie sterben, die Vögel, nach ihrer letzten Reise in den Süden.
Manche schaffen es nicht. Zu beschwerlich, der Flug.
Der Wind, ihr Geleit. Wohin gehen sie? Kennen sie den Himmel doch bereits.

Sie fallen, die Blätter. Ihre Lebenszeit so kurz, die Blüte
verflog. Sie sterben, die Blätter. Der Baum lässt sie los.
Die Erde, auf die sie fallen, ist, was von ihnen bleiben wird.

Sie wollen nicht loslassen, die Menschen. Wissen sie doch, sie haben keine Wahl.
Es quält der Gedanke an die eigene Endlichkeit, die Gesunden, die Kranken.
Sorgen bereitet der letzte Gang, den Jungen, den Alten, den Reichen und den Armen.

Sie hoffen, auf ein Leben nach dem Tode, beten, dass dies hier nicht alles war.
Aufhören, nein, das wollen sie nicht. Zum Alptraum wird ihr Dasein, sich geißelnd mit der Frage nach dem „Wann?“.

Sie klagen, wenn es Ihre Liebsten trifft, sie schreien und toben. Fast niemals ist es genug Zeit. Wie könnte es auch genug sein, wollen sie doch noch mehr lieben, geliebt werden.
Der Menschen Leid, das Ende des Lebens, unvorstellbar und unbegreiflich.
Während sie ihr Leben nicht mit seiner Endlichkeit füllen sollten, wie können sie anders, als sich zu fürchten. Haben sie doch so viel zu verlieren.
Denn genau das ist ihnen so bewusst.

Wild Waters

„Silent waters run deep“, often under the calm surface, there are abilities you’d not have thought would be there.
„Silence is golden“ before you say something inappropriate, it’s better not to say anything at all.

So far so good.

All my life, I was anything but, still water.
Always more „wild water rafting“ instead of „quiet paddling“. I was loud, I was present.
However, not so present that it could indicate insecurity.
Confident!
Arrogant?
Early on, I experienced that although the loud waters often drown out the silent, it does not just benefit you, when you are one of these wild waters.

From how the world sees this topic, I learned a lot:

There are times when you have to pump the breaks. My action is not always needed or wanted.

Also, that some still waters are for sure, not in need of any help. They are doing just fine.

That they can actually be very deep and surprisingly beautiful.

What I did not learn and never want to learn:

Silence is not always gold. Sometimes it’s just cowardly, carrying no pride at all.

There are still waters, which are also very shallow. Even treacherous, sometimes.   You may believe you can look down to the ground, but the rusty nail you step on is right there. You just refused to see it for what it really was.

The risk of drowning is not measured by the silence of the water but is more about whether you are given a life-jacket or not.

„Self-esteem is equal to arrogance,“ is the song that I’m more than sick of hearing, and when they play it, I go aboard, knowing that neither storm or doldrums that may await me, can scare me not to jump.

Wilde Wasser

„Stille Wasser sind tief“, oft verstecken sich unter der ruhigen Oberfläche ungeahnte Fähigkeiten.
„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“, bevor man etwas Unpassendes sagt, sagt man lieber überhaupt nichts.

Soweit so gut.

Mein Leben lang war ich alles andere als ein stilles Wasser.
Schon immer eher „Rafting“ anstatt „ruhiges Paddeln“. Ich war laut, ich war präsent.
Jedoch nicht so präsent, dass es auf Unsicherheit schließen lassen könnte.
Selbstbewusst.
Arrogant?
Früh kamen meine Erfahrungen, dass zwar die lauten Gewässer oftmals die stillen übertönen, sie einfach übergehen, es jedoch nicht nur Gutes hat, ein wildes Gewässer zu sein.
Davon, wie die Welt dieses Thema sieht, habe ich viel gelernt:

Wann es Zeit ist, einen Gang zurückzuschalten, meine Aktion nicht gefragt ist.

Auch, dass manche stillen Gewässer keine Hilfe benötigen.

Dass sie tatsächlich sehr tief sein können und schön, manche stillen Wasser.

Was ich nicht gelernt habe und nicht lernen will:

Schweigen ist nicht immer Gold. Manchmal ist es einfach gewaltig feige.

Es gibt stille Wasser, die sind außerdem sehr flach, dennoch heimtückisch.

Die Gefahr des Ertrinkens misst sich nicht an der Stille des Wassers, aber viel mehr daran, ob man Dir eine Rettungsweste reicht.

„Selbstbewusstsein ist gleich Arroganz“, ist das Lied, das ich nicht mehr hören kann und wenn sie es spielen, geh ich von Bord, in dem Wissen, dass mir der Sturm oder die Flaute, die da kommen mag, ganz gleich ist.