Blog ’n‘ Stories

Truth and promise

„Promise we’ll be friends forever,“ Larissa said with a big grin that day at the lake. I remember that moment so well because it was something special. The day was one of the most beautiful in this summer.
Why should you ruin that day with a promise, I thought back then.
Today I know why the promise seemed unnecessary to me.
All those years later Larissa and I are at the airport. On the way to our world trip. Just as we already dreamed of when we were little girls.

„Promise me that you will never stop loving me,“ I heard my brother’s girlfriend whisper. They were just about to go out on this warm summer’s evening. I sat next to my window and overheard the conversation by chance.
„Promise it already,“ she said.
„I promise,“ he grumbled back.
This relationship with my brother, ended as I expected: in ruins.
Our home became a battlefield. The love, the promised never-ending, was no more.
The world says, „Be careful what you promise because you have to keep promises.“

Yes, you have to.
Count on it!
Lies don’t travel far!

I say, „What is true does not have to be promised.“

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Versprich mein nicht!

„Versprich mir, dass wir für immer Freunde bleiben“, sagte Larissa mit einem breiten Grinsen an jenem Tag am See. Ich erinnere mich so gut an jenen Moment, weil er etwas Besonderes war. Der Tag war einer der schönsten in diesem Sommer.
Warum hätte man diesen Tag mit einem Versprechen verändern sollen, dachte ich damals.
Heute weiß ich, warum mir das Versprechen unnötig vorgekommen war.
All die Jahre später sitzen Larissa und ich am Flughafen. Auf zu unserer Weltreise. Eben jener, von denen wir schon träumten, als wir noch kleine Mädchen waren.

„Versprich mir, dass Du niemals aufhören wirst, mich zu lieben“, hörte ich die Freundin meines Bruders flüstern. Sie waren gerade auf dem Weg auszugehen, an diesem lauen Sommerabend. Ich saß auf meiner Fensterbank und hatte das Gespräch zufällig belauscht.
„Nun versprich es schon“, bohrte sie.
„Ich verspreche es“, murrte er zurück.
Die Trümmer jener Beziehung, die mein Bruder geführt hatte, flogen um unser aller Ohren.
Unser Zuhause, ein Schlachtfeld. Die Liebe, die Versprochene, sie war nicht mehr.

Alle Welt sagt: „Sei vorsichtig, was Du versprichst, denn Versprechen muss man halten.“

Ja richtig, man muss sie halten.

Indianerehrenwort.
Außerdem haben Lügen die kürzesten Beine.

Ich sage: „Was wahr ist, muss nicht versprochen werden.“

Farewell

The day is approaching, the fear overpowering,
That big and devastating farewell approaching, if there was just something to avoid it, anything.

You have to go, I’ll let you go. I’m already on the track,
waving, the train picks up speed, with one of my loved ones in it.

It’s not here yet, I’m comforting myself silently, we still have time.
Not much though, hours go by at the speed of light.

My heart is heavy, I feel alone with my anger and pain,
who is responsible? Why don’t you just stay?

The day has come and the morning is far too early and cold, I look at you
as you sleep, asking my heart when you will be back with me.
I am selfish, just thinking about myself because you are mine, the world
you have to go back to, a dark city without lights.

Your awakening pulls me back from my thoughts,
your smile, my drug, without I don’t want to exist,
your embrace, your kisses, everything about you, brings me back, back from the darkness.

Tears run down my face, I see that you too would like to cry,
but you kiss me.
My hands are shaking, you do not want to let go, never.

„No goodbye in Love can ever be forever, my sweetest“, you whisper in my ear and I respond: „Yes, even if there was no place in this world for us, there is still one, somewhere, for our love „.

The train picks up speed and I wave, will painfully suffer, until you are back with me, someday. With a smile on my face, I approach the way home, to the home that is ours, knowing that it is the love that feeds us though.

Abschied

Der Tag rückt näher, die Angst wird übermächtig,
der große Abschied naht, wenn es doch etwas gäbe, ihn zu vermeiden, irgendwas.

Du musst gehen, ich Dich gehen lassen. Sehe mich schon am Gleis stehen,
winkend, der Zug nimmt Fahrt auf, mit einer meiner Lieben darin.

Noch ist es nicht so weit, tröste ich mich, wir haben noch Zeit,
nicht viel, denn die Stunden verfliegen wie in Lichtgeschwindigkeit.

Mein Herz ist schwer, wohin mit meiner Wut und meinem Schmerz,
wer trägt die Verantwortung? Warum bleibst Du nicht einfach?

Der Tag ist gekommen und der Morgen viel zu früh und kalt, ich sehe Dich an,
wie Du schläfst, betrachte Dich und frage mich, wann Du wieder bei mir sein wirst.

Egoistisch bin ich, denke nur an mich, daran, dass Du mein bist, die Welt,
in die Du zurückgehen musst, eine dunkle Stadt, ohne Lichter.

Dein Erwachen reißt mich aus meinen Gedanken,
Dein Lächeln, meine Droge, ohne die ich nicht sein will,
Deine Umarmung, Deine Küsse, alles an Dir holt mich zurück, zurück aus der Dunkelheit.

Tränen laufen über mein Gesicht, ich sehe, dass auch Du gerne weinen würdest,
doch Du küsst mich.
Meine Hände zittern, wollen Dich nicht loslassen, niemals.

„Kein Abschied in Liebe, kann je für immer sein, mein Schatz“, flüsterst Du in mein Ohr und ich sage: „Ja, auch wenn es auf dieser Welt keinen Ort mehr gibt für uns, so gibt es dennoch einen, irgendwo, für unsere Liebe“.

Der Zug nimmt Fahrt auf und ich winke, werde schmerzlich leiden, bis Du wieder bei mir bist, irgendwann. Lächelnd trete ich den Heimweg an, in das Zuhause, das unser ist, wissend, dass es die Liebe ist, die uns Heimat bietet.

60 seconds

60 seconds, of every minute, I love you.
Every heartbeat says, „I miss you infinitely“.
60 seconds, of every minute, I only think of you.

60 minutes, of every hour, I wish I was not here without you.
Every breath I take, believing that better days are coming.
60 minutes, of every hour, you are everything that counts for me.

24 hours, of every day, I search for the way, the light that leads us out of the darkness. Every step I take, because I think it’s bringing us closer.
24 hours, of every day, our goal is mine.

7 days, of every week, I’m thankful that I found you, that my will does not break.
Each of my prayers is a prayer for you.
7 days, of every week, you are my anchor, my hope, and my greatest pain.

4 weeks, of every month, I am loved by you.
Every feeling inside of me is connected to you and your love.
4 weeks, of every month in which I know, no one ever loved me more.

12 months, of every year, I see you as you are. Every facet of you belongs to me. The good and the bad.
12 months, of every year, you are mine and I am yours.

A life.
An eternity.
One Love.

60 Sekunden

60 Sekunden jeder Minute liebe ich Dich.
Jeder Herzschlag sagt: „Ich vermisse Dich unendlich“.
60 Sekunden jeder Minute denke ich nur an Dich.

60 Minuten jeder Stunde wünschte ich, ich wäre nicht hier, ohne Dich.
Jeden meiner Atemzüge nehme ich in dem Glauben, dass es einmal besser sein wird.
60 Minuten jeder Stunde bist Du alles, was zählt für mich.

24 Stunden jedes Tages suche ich nach dem Weg, dem Licht, dass uns aus der Dunkelheit führt. Jeden meiner Schritte gehe ich, weil ich glaube, er bringt uns dorthin.
24 Stunden jedes Tages ist unser Ziel das meine.

7 Tage jeder Woche danke ich im Stillen, dass ich Dich fand, dafür, dass mein Wille nicht bricht.
Jedes meiner Gebete ist ein Gebet für Dich.
7 Tage jeder Woche bist Du mein Anker, meine Hoffnung und mein größtes Leid.

4 Wochen jedes Monats werde ich geliebt von Dir.
Jedes Gefühl in mir ist verbunden mit Dir und Deiner Liebe.
4 Wochen jedes Monats, in denen ich weiß, niemand hat mich je mehr geliebt.

12 Monate jedes Jahres sehe ich Dich, wie Du bist.
Jede Facette von Dir gehört zu mir. Die Guten und die Schlechten.
12 Monate jedes Jahres bist Du mein und ich Dein.

Ein Leben.
Eine Ewigkeit.
Eine Liebe.

 

Du bist am Zug

Strategisch clever oder frei aus dem Bauch heraus?
Wie sieht Dein nächster Zug aus?
Ist Dein Einsatz vielleicht zu hoch oder doch nicht genug?

Umzingelt von Feinden. Der Ausweg schier unmöglich.
Ein leichtes Spiel. Das Spiel der anderen. Du hattest
gar keine Lust zu spielen.

Der Schweiß steht Dir auf der Stirn. Dein Pokerface
viel mehr ein offenes Buch im Spielplan der Gegner.
Ein Risiko, das nicht zu umgehen ist.
Das größte Risiko bist Du selbst.

Deine Kehle ist trocken, Dein Herz schlägt wild.
Ist das Spiel es überhaupt wert?
Es ist doch immerhin nur ein Spiel. Richtig?

Du setzt an, der Zug könnte Dein letzter sein.
Nachdem er getan ist, blickst Du in die Gesichter
Deiner Feinde, Masken die Dir nichts verraten.

Das Spiel geht weiter. Wie stehst Du da?
Bist Du Spielmacher oder der Versager des Tages?
Sagen sie: „Er konnte noch nie gut verlieren.“,
wenn Dein Leben in Trümmern liegt?

Du schwörst Dir, nie wieder zu spielen.
Dein Leben nicht mehr zu verwetten,
Risiken für immer zu verbannen.

Wer nicht spielt, der nicht gewinnt.
Du hast die Wahl, kannst spielen oder
nicht. Doch wenn Du es tust,
spiele Dein Spiel selbst,
sei der Herr Deiner Züge,
sei der Macher Deines Spiels.
Lass nicht zu, dass Du kein Spieler bist,
sondern nur einer, dem sie übel mitspielen.

Du bist am Zug. Los!

Your turn

Strategically clever or just a gut feeling?
What does your next move look like? Is your effort may be too high or is it, not big enough?

Surrounded by enemies. The way out is almost impossible.
An easy game. The game of others. You had
no desire to play from the beginning.

The sweat runs down your forehead. Your poker face,
much more like an open book in the game-plan of your opponents.
A risk that cannot be avoided. The biggest risk is you.

Your throat so dry, your heart beating wildly.
Is the game worth this pain?
After all, it’s just a game. Right?

You assume this turn could be your last.
After it’s done, you look at the faces of
your enemies. These masks that tell you nothing.

The game continues. How are you doing?
Are you a true winner or the loser of the day?
Will they say: „he never could lose well“,
once your life is ruined?

You swear to never play again.
No longer to bet your life,
You promise yourself to banish risks forever.

No risk, no fun.
You have the choice, you can play or
not. But if you do, play your game yourself,
be the master of your turns,
be the maker of your own game.
You better not let it happen to be the one
that gets played, instead of being a player.

It’s your turn. Move!

Is this art? – and this is why art is equal to love.

„That’s ugly as a mud fence,“ Timo blurted as he saw the painting his little brother had painted, hanging on the refrigerator.
„Timo, don’t be so mean. Your brother is very creative. We want to support him“, his mother said in a strict tone. The picture showed a still-life, and it could not be more disturbing. Nevertheless, it would hang on the fridge for years from now on. Timo was aware of that.

„It is perfect, yes Tatjana, it is so beautiful. Thank you“, Elisa said to her friend.
She was tightly tied up in the evening dress specially sewn for her.
The dress was adorable. In case you were living in the penultimate century. Elisa was still looking for a way to make her friend understand that minimal changes would make it an even more beautiful piece. She truly admired her talent. The gesture of her friend touched her deeply.

„Some of your stories are difficult to understand,“ my mother said.
The fact that she admires what I do and keeps up with my work,
is enough praise for me. I am aware that not every piece can reap the applause of the same people. Not everything we create is created for everyone. That’s the case even for the ones we love.

The recognition of art as being art is pure love.
Love from those who love you from the heart.
Love from those who do not even know you.

Is the objective opinion about works of art the only reliable one?
Surely it is the one who is most authentic, for sure.
Certainly, it is the love of our loved ones that brings us on the way as an artist.
On the route to enchant people who know nothing about our art, our magic.
Those who applaud us for what we created. Just for that.

Ist das Kunst? – Warum Kunst gleich Liebe ist

„Das ist doch hässlich, wie die Nacht“, platzte es aus Timo heraus, als er das Bild, das sein kleiner Bruder gemalt hatte, am Kühlschrank sah.
„Timo, sei nicht so gemein! Dein Bruder ist sehr kreativ. Wir möchten ihn fördern“, sagte seine Mutter streng. Das Bild zeigte ein Stillleben, wie es verstörender nicht sein konnte. Dennoch würde
es für Jahre genau an dieser Stelle am Kühlschrank hängen. Dessen war sich Timo bewusst.

„Es ist- ja, Tatjana, es ist wunderschön. Vielen Dank!“ sagte Elisa zu ihrer Freundin.
Sie steckte fest verschnürt in dem eigens für sie genähten Abendkleid.
Das Kleid war bezaubernd. Würde man aus dem vorletzten Jahrhundert stammen.
Elisa suchte noch nach einem Weg, ihrer Freundin begreiflich zu machen, dass
minimale Veränderungen es zu einem noch schöneren Werk machen würden.
Sie bewunderte ihr Talent ganz aufrichtig. Die Geste ihrer Freundin rührte sie von ganzem Herzen.

„Manche Deiner Texte sind schwer verständlich“, sagte meine Mutter.
Die Tatsache, dass sie bewundert, was ich tue und meine Arbeit stetig verfolgt,
ist genug Lob für mich. Mir ist bewusst, dass nicht jedes Werk den Applaus derselben Menschen ernten kann. Nicht alles was wir schaffen, ist für alle, die uns lieben, geschaffen.

Das Anerkennen der Kunst als solche, ist Liebe pur.
Liebe von denen, die Dich von Herzen lieben.
Liebe von denen, die Dich nicht einmal kennen.
Ist die objektive Meinung über Werke der Kunst, die einzig wahre?
Sicher ist sie jene, die am authentischsten ist.
Ganz sicher jedoch, ist es die Liebe seiner Liebsten, die den Künstler auf den Weg bringt.
Auf dem Weg, Menschen zu verzaubern, die nichts von seinem Zauber wissen.
Jene, die ihm applaudieren, für das, was er schuf. Allein dafür.