Vergebung

Befreiend ist sie, die Vergebung.
Wer vergeben kann, ist groß.
Sie macht uns stark, lässt uns aufrecht stehen.

Als Kinder lernen wir, dass Verzeihen gut ist.
Nachtragend möchte keiner sein.
Entschuldige Dich, und Dir wird vergeben.

Was aber, wenn nicht?
Die Annahme unserer Entschuldigung verweigert,
zu groß der Schaden, der Schmerz zu tief.

Wo ist der Vermittler, unser unparteiischer Helfer,
Mama, Papa oder große Schwester, die sagen:
„Schau mal, das hat er nicht so gemeint“?

Wie geht es weiter, wenn Vergebung nicht frei macht?
Bleiben jene, denen nicht verziehen wurde, für immer
gefangen?

Viel schlimmer, denn so oft sind wir es selbst,
dem wir nicht vergeben können.
Nicht loslassen, nicht verzeihen wollen.

Sind unser Feind, am wenigsten hilfreichster
Berater, und baden allzu gerne in der Schuld,
dem Schmerz, den wir zu verantworten haben.

Könnten wir nur unser eigener Freund sein und wenn nicht,
zumindest ein fairer Berater. Ein Bruder, eine Schwester.
Einer, der uns von ganzem Herzen liebt.

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