Dich lieben

Bereits im Traum, da war es mir klar,
die Augen fest verschlossen, wusste ich,
der Moment war vorüber.
Das Zeitfenster, in dem ich versucht hatte,
Dich zu lieben.

Jahre waren vergangen, in denen ich
in Deine Augen blickte. Stundenlang.
Konnte es nicht sehen, die Liebe.
Sollte dort nicht Feuer sein?
Der Funke, er wollte nicht zünden.

Nur Sekunden waren es,
in denen ich beinahe sicher war,
ich könnte es tun: Dich lieben.
Erinnerungen, die verblassten.
Zu farblos, um zu bleiben,
ihre Spuren zu hinterlassen.

In meinem Kopf rauschte es.
Da musste ein Weg sein,
meine Orientierung aber,
sie war verloren.
Verloren wie die Liebe zu Dir.

War sie für immer fort?
Nächtelang sah ich die Schatten tanzen.
An der Decke über meinem Bett,
in meinem Herzen.
Schlug es noch?

Meine Hand fuhr über die glatte Oberfläche,
wischte den Staub weg, der sie bedeckte.
Ich starrte Dich an: Mein Spiegelbild.
Die Reflexion so verschmutzt,
Tränen unsichtbar.

Den Blick abgewandt.
Der Spiegel verdeckt.
Die Liebe fehlt.

Und dennoch sagte ich mir:
„Irgendwann.“

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